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Leibniz Vorlesungen 2012: Prof. Dr. Bruno S. Frey

 Eine ökonomische Sicht der Welt: Glück, Motivation und Kunst

Die Vorlesungen werden am 02., 03. und 04. Juli 2012, jeweils 18:15-20:00 Uhr im Leibniz-Haus der Leibniz Universität Hannover (Holzmarkt 4-6, 30159 Hannover) stattfinden.

Jedes Jahr veranstaltet das Center for Philosophy and Ethics of Science (ZEWW) die Leibniz-Vorlesungen. In dieser Vortragsreihe berichtet eine an der Spitze der Forschung stehende, international renommierte Persönlichkeit in drei aufeinander folgenden Vorträgen über ihre Forschungsergebnisse. Die Vorlesungen sind für die breite Öffentlichkeit zugänglich und vermeiden Fachjargon so weit als möglich.
Die diesjährigen Leibniz-Vorlesungen werden von Herrn Prof. Dr. Bruno S. Frey gehalten werden:


Prof. Dr. Bruno S. Frey

(Professor of Economics, Universität Zürich)

Mo. 2.7.:    Was macht die Menschen glücklich?

Was bestimmt die Lebenszufriedenheit von Personen? Lässt sich „Glück“ überhaupt messen? Wie lässt sich der Einfluss verschiedener Faktoren auf das gemessene Glück statistisch erfassen? Macht Geld glücklich und welche anderen Variablen bestimmen das Glück? Sollen Regierungen eine Glückspolitik durchführen? Und wenn ja, wie sollte sie aussehen?

Diese und andere Fragen werden anhand der modernen Glücksforschung diskutiert und beantwortet.

Di. 3.7.:    Motivation: Von Leistungsentlohnung zu Auszeichnungen

In vielen Unternehmungen wird als selbstverständlich angenommen, dass Angestellte nur dann eine Leistung erbringen, wenn sie entsprechend dieser Leistung entlohnt werden. Aus diesem Grund wird nicht nur in gewinnorientierten Unternehmungen, sondern zunehmend auch in anderen Organisationen, vor allem dem Staat, eine Leistungsentlohnung eingeführt.

Dieser Vorstellung wird entgegengetreten. Es wird argumentiert, dass die Manager und andere Leitungspersonen die für die Lohnsetzung entscheidenden Indikatoren für die „Leistung“ wesentlich zu ihren Gunsten manipulieren können. Ausserdem wird die für die meisten Arbeiten unverzichtbare intrinsische Motivation durch eine Leistungsentlohnung verdrängt.

Sinnvoll ist es, die Beschäftigten für die zu lösenden Aufgaben sorgfältig auszuwählen und einen Fixlohn zu bezahlen, der erst nach erbrachter Leistung mittels einer umfassenden Beurteilung jeweils neu festgesetzt wird.

Mi. 4.7.:    Unser Weltkulturerbe

Welche Objekte finden sich auf der UNESCO-Liste des „Weltkulturerbes“? Welche fehlen und wodurch wird die Auswahl bestimmt?

Auf der Liste zu stehen, ist vorteilhaft, weil die Objekte sichtbarer werden und damit auch die Unterstützung durch den Staat und durch Sponsoring zunimmt. Es gibt jedoch auch Nachteile: Überbeanspruchung durch eine zunehmende Zahl von Touristen, bevorzugte Ziele für Terroristen und in Kriegen, sowie ein Abzug von Mitteln von anderen schützenswerten Objekten.

Literaturhinweise

Als Grundlagenliteratur eignen sich:

Zum Gesamtthema:

  • Bruno S. Frey, Ökonomie ist Sozialwissenschaft. Vahlen, München 1990.

Zum ersten Vortrag:

  • Bruno S. Frey und Claudia Marti Frey, Glück. Die Sicht der Ökonomie. Rüegger, Chur und Zürich, 2. Aufl. 2011.

Zum zweiten Vortrag:

  • Bruno S. Frey, Markt und Motivation. Vahlen, München 1997.

Zum dritten Vortrag:

  • Bruno S. Frey, Arts and Economics. Analysis and Cultural Policy. Springer, Berlin, 2nd ed, 2003.

Eintritt frei, Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Auskünfte erteilt Prof. Dr. Thomas Reydon (reydonww.uni-hannover.de, Tel. 0511 - 762 19391).